1. Beiratstreffen und 4. Konsortialtreffen

Das neue Jahr begann für das EPICSAVE-Projekt mit dem ersten Treffen zwischen Beirats- und Konsortialmitgliedern am 19.01.2017 an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin.

Das 1. Beiratstreffen war der Startschuss in eine konstruktive Zusammenarbeit zur Optimierung der übergeordneten Praktikabilität, zur Erweiterbarkeit zu anderen Medizin- und Pflegeausbildungsberufen und zur Entwicklung weiterer Schnittstellen zur Veröffentlichung und Verbreitung der Projektinhalte. Im Fokus stand der Austausch der unterschiedlichen Perspektiven und Erwartungen die einerseits innerhalb der verschiedenen Partner des Konsortiums und zweitens auch innerhalb des Beirats existieren. Zweitens gab es die Möglichkeit aktuelle VR-Hardware und -Anwendungen selbst auszuprobieren; auch ein aktueller Projektprotoyp mit Mehrbenutzer-Szenario konnte von den Teilnehmern getestet werden. Somit wurde EPICSAVE für alle Beteiligten zu einem greifbaren und interdisziplinären Erlebnis. Die Resonanz war entsprechend positiv und die Erwartungen hinsichtlich der Fertigstellung des 1. Prototyps sind geschürt.

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Im Anschluss am Nachmittag sowie am folgenden Freitag, dem 20.01.2017, fand das 4. Konsortialtreffen ebenfalls an der Hochschule statt. Neben der Auswertung des Beiratstreffens, war die Besprechung der Tätigkeiten aus den Arbeitspaketen und die Planung für 2017 der wesentliche Inhalt des Treffens. Vor allem der zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und TriCAT vereinbarte agile Entwicklungsprozesses wurde im Detail mit den restlichen Konsortialpartnern besprochen und abgestimmt. In diesem Zusammenhang wurde mit den Bildungspartnern auch auf Grundlage des didaktischen und medientechnischen Konzepts, das als Grundlage für den Entwicklungsprozess in Arbeitstreffen zwischen dem Fraunhofer Institut IESE, TriCAT und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ausgearbeitet wurde, der Evaluierungsprozess im Sommer und Herbst 2017 besprochen.

Arbeitstreffen zur didaktischen und medientechnischen Konzeption

Im Dezember wurde das didaktische und medientechnische Konzept für den ersten Prototypen in zwei bilateralem Arbeitstreffen ausgearbeitet.

Zunächst wurde das didaktische Konzept in einem Treffen zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Fraunhofer Institut IESE im Hinblick auf technische Machbarkeit überarbeitet. Dazu musste vor allem die zu realisierenden Funktionen priorisiert und für die Entwicklung des ersten Prototypen aufgearbeitet werden. Maßgeblich hierfür sind Bewertungen von Seiten der Ausbildungspartner Malteser Hilfsdienste und der Akademie für Notfallmedizin Hamburg zur Relevanz von bestimmten Symptomen, derer Ausprägungen, möglichen Handlungsverläufen, zu benutzenden Gerätschaften und Patientenszenarien. Die folgenden Lernziele stehen dabei im Fokus:

  1. Erstbeurteilung inkl. Einteilung in Schweregrad (1, 2, 3)
  2. Festlegung auf geeignete therapeutische Maßnahmen

Das ausgearbeitete Konzept wurde anschließend in einem weiteren Treffen zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der TriCAT GmbH überarbeitet und basierend auf den langjährigen Erfahrungen aus der Entwicklung von Trainingssimulationen bei TriCAT angepasst. Zweitens wurde an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ein Empfehlungskatalog zur Usability-Optimierung von Virtual Reality Anwendungen erstellt. Dieser Katalog untersucht aktuelle Effekte und Erkenntnisse, insb. von digitalen Spielen. Zusammen mit diesem Katalog dient das fertige Konzept als Entwicklungsgrundlage für TriCAT und wird ab Januar 2017 in einem agilen Entwicklungsprozess umgesetzt.

Die finale Version des ersten Prototyps, auf dessen Grundlage die erste Evaluation bei den Bildungspartnern durchgeführt wird, soll voraussichtlich im September 2017 fertiggestellt sein um im Oktober 2017 evaluiert zu werden.

Teilnahme am InSiM 2016

Das Interdisziplinäre Symposium zur Simulation in der Medizin (InSiM) fand vom 13. bis 15. Oktober in Dresden statt. Hauptanliegen des Symposiums ist eine breitere Anwendung von Simulation in der Medizin und die Erhöhung der Patientensicherheit.

Das EPICSAVE-Projekt war mit 3 Beiträgen vertreten: Dem Vortrag von Dr. Thomas Luiz und Dr. Jonas Schild „Vorstellung des aktuellen Entwicklungsstands des Projektes EPICSAVE zur Entwicklung, Implementierung und Erprobung digitaler Medien in der Ausbildung von Notfallsanitätern“, einem Poster zum didaktischen Konzept und einem Poster zum medientechnischen Konzept.

Die Resonanz auf die Beiträge war sehr positiv und interessante Vernetzungsmöglichkeiten, unter anderem mit dem NotSan-Projekt der Bundeswehr, konnten im Rahmen des Symposiums erfolgreich genutzt werden. Die Simulation in der Medizin und somit auch die Verbindung aus Virtual Reality und Serious Game birgt Potential nicht nur in Aus- und Weiterbildung sondern auch um Kommunikationsstrukturen im medizinischen Personal sowie Informationswege zu optimieren.

3. Konsortialtreffen

Das 3. Konsortialtreffen fand am 22.09.2016 wieder am Institut für Visual Computing der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin statt.

Die wichtigsten besprochenen Punkte waren der Abschluss der ersten Projektphase und das Erreichen des ersten Meilensteins, der vor allem die Verortung der Evaluierung im Curriculum der Bildungspartner festlegt. Weitere Themen waren unter anderen die vom Fraunhofer IESE erarbeiteten Lernziele sowie der Beginn der Prä-Produktion bei TriCAT.

Teilnahme am GI VR/AR Workshop 2016

Mit dem Konferenzbeitrag „Integration von Panorama-Bilddaten in eine Echtzeit-Game Engine für Virtual Reality Szenen“ war das Projekt EPICSAVE beim diesjährigen Workshop Virtuelle und Erweiterte Realität (VR/AR) der Gesellschaft für Informatik vertreten. Neben dem Konferenzbeitrag wurde zusätzlich ein Demonstrator als Beitrag für den Wettbewerb „Virtuelle und Erweiterte Realität am Arbeitsplatz der Zukunft“ eingereicht. Der Demonstrator zeigt die Möglichkeiten der Nutzung von Eye-tracking-Daten für die Annotation von 360-Grad-Videoszenarien in einem De-Briefing-Kontext mittels HMD (Head-Mounted Display) auf. Mit diesem Beitrag konnte der 3. Platz im Wettbewerb erzielt werden.

Der Workshop Virtuelle und Erweiterte Realität (VR/AR) der Gesellschaft für Informatik fand am 08./09. September in Bielefeld statt. Der Workshop ist das jährliche Treffen der GI-Fachgruppe Virtual & Augmented Reality mit dem Ziel die wissenschaftliche Arbeit auf diesem Gebiet voranzutreiben.

EPICSAVE-Radiobeitrag auch im Deutschlandfunk

Unter dem Titel „Notfallmedizin: Rettungssanitäter üben am Computer“ lief der Radiobeitrag über das EPICSAVE-Projekt auch am 16.08.2016 in der Sprechstunde des Deutschlandfunks. Der Beitrag kann in der Mediathek des Deutschlandradios angehört oder auf der Webseite des Deutschlandfunks nachgelesen werden.

EPICSAVE beim NDR-Wissenschaftsmagazin „Logo“

Der Beitrag mit dem Titel „Der Virtuelle Notfallsanitäter“ lief am 05./06. August im Wissenschaftsmagazin „Logo“ des NDR Info. Die Aufzeichnung  ist in der Mediathek des NDR zu finden, wird aber in den kommenden Wochen auch auf weiteren ARD-Sendern wiederholt. Alternativ kann der Beitrag hier angehört werden:

 

Der Virtuelle Notfallsanitäter“: Produktion: Der Journalistenrat Medienproduktion; Autor: Peter Kolakowski; ©2016 Alle Rechte

EPICSAVE-Beiträge auf dem InSiM 2016 und dem GI VR/AR Workshop 2016

Im Rahmen der Projektarbeit konnten ein Beitrag auf dem GI VR/AR Workshop sowie ein Vortrag und zwei Poster auf dem InSiM erfolgreich platziert werden.

Das Interdisziplinäre Symposium zur Simulation in der Medizin (InSiM) wird vom 13.-15. Oktober in Dresden stattfinden. Hauptanliegen des Symposiums ist eine breitere Anwendung von Simulation in der Medizin und die Erhöhung der Patientensicherheit. Dr. Thomas Luiz und Dr. Jonas Schild werden dort einen Vortrag mit dem Titel „Vorstellung des aktuellen Entwicklungsstands des Projektes EPICSAVE zur Entwicklung, Implementierung und Erprobung digitaler Medien in der Ausbildung von Notfallsanitätern“ halten. Außerdem werden zwei projektbezogene Poster ausgestellt: eins zum didaktischen Konzept und eins zum medientechnischen Konzept.

Der Workshop Virtuelle und Erweiterte Realität (VR/AR) der Gesellschaft für Informatik findet dieses Jahr am 08./09. September in Bielefeld statt. Der Workshop ist das jährliche Treffen der GI-Fachgruppe Virtual & Augmented Reality mit dem Ziel die wissenschaftliche Arbeit auf diesem Gebiet voranzutreiben. Der dort angenommene Beitrag hat den Titel „Integration von Panorama-Bilddaten in eine Echtzeit-Game Engine für Virtual Reality Szenen“.

2. Arbeitstreffen und 2. Konsortialtreffen an der Akademie für Notfallmedizin Hamburg

Vom 09.06. bis 10.06.2016 fand das zweite Arbeitstreffen im EPICSAVE-Projekt statt; diesmal an der Akademie für Notfallmedizin in Hamburg. Im Rahmen des Treffens wurden die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Lehransätze (klassischer Unterricht, Simulatortraining, Patientendarsteller, EPICSAVE mit VR Serious Games) diskutiert und weiter herausgearbeitet. Zudem konnte mit der HTC Vive aktuelle Virtual Reality (VR) Technologie grundlegend erprobt werden um ein Gefühl für die Intensivität der Erlebnisse in VR zu erlangen. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Diskussion ethischer Fragen bezüglich Probandenstudien und welche Inhalte zukünftigen Schülern präsentiert werden können. Ergänzt wurde das Treffen durch zwei weitere simulierte Rettungseinsätze an Patientensimulatoren in einem Anaphylaxieszenario. Einmal inklusive der Demonstration einer Reanimation und einmal an einem Pädiatriesimulator.

Während der Demonstrationen bestand erneut die Möglichkeit Referenzmaterial in Form von Fotos und Videos (auch in 360°) zu sammeln.

1. Arbeitstreffen im Malteser Bildungszentrum HRS, Wetzlar

Am 22.04.2016 fand das erste Arbeitstreffen im Malteser Bildungszentrum HRS in Wetzlar statt. Ziel des Treffens war es mit Hilfe der Bildungspartner Anforderungen für das didaktische und medientechnische Konzept zu identifizieren und zu diskutieren. Unterstüzt wurde der Einblick in das Krankheitsbild Anaphylaxie eindrucksvoll durch eine Demonstration der Diagnose und Behandlung in einem simulierten Rettungseinsatz. Dabei zeigten ein Dozent und ein Auszubildender die wichtigsten Abläufe sowohl mit Hilfe eines Schauspielers als auch an einem Patientensimulator.

Zusätzlich gab es die Möglichkeit Referenzmaterial in Form von Fotos und Videos (auch in 360°) zu sammeln.

 

 

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