EPICSAVE ist Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen 2017

Das Projekt EPICSAVE zählt zu den 100 innovativen Preisträgern dieses Jahres im Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Gemäß dem Wettbewerbsmotto „Offen denken – Damit sich Neues entfalten kann“ zeigt EPICSAVE, wie durch Experimentierfreude, Neugier und Mut zum Umdenken zukunftsweisende Innovationen in der Ausbildung von Notfallsanitätern entstehen können. Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank richten den Wettbewerb seit zwölf Jahren gemeinsam aus.

Eine hochkarätig besetzte Jury wählte das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt EPICSAVE unter rund 1.000 eingereichten Bewerbungen aus. „Wir entwickeln und erproben in unserem Projekt einen neuartigen Trainingsansatz für angehende Notfallsanitäter mit dem Ziel, lebensbedrohliche, aber für eine hinreichende Ausbildung zu selten auftretende Notfälle wie den allergischen Schock bei Kindern, praktisch trainierbar zu machen“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Jonas Schild. Die auszubildenden Notfallsanitäter tauchen mithilfe einer VR-Brille in eine virtuelle Umgebung ein, in der sie mit virtuellen Patienten konfrontiert werden und diese versorgen können. Das Lernerlebnis werde verstärkt durch die Verknüpfung von motivierenden Ansätzen aus der Computerspielewelt mit den theoretischen Ausbildungsinhalten.

Offenheit hat Potenzial

Wir freuen uns sehr über die Vielfalt und den Ideenreichtum der ‚Ausgezeichneten Orte‘ 2017. Sie beweisen, wie lebendig und kreativ die Innovationslandschaft hierzulande ist – Deutschland ist und bleibt das Land der Ideen„, gratuliert Christian Sewing, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, den frischgebackene Preisträgern.

Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), sagt: „Offenheit ist das Gegenteil von Protektionismus. Überall dort, wo wir offen sind, über Grenzen hinweg denken und Hindernisse aus dem Weg schaffen, gedeihen Innovation und Fortschritt. Die 100 Preisträger zeigen das auf eindrucksvolle Weise und sind damit beispielhaft für den Standort Deutschland.

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Innovationen im Rampenlicht

Die Preisträger erhalten im Wettbewerbsjahr viel Unterstützung: „Deutschland – Land der Ideen“ und Deutsche Bank helfen den Preisträgern dabei, ihr Projekt ins Rampenlicht zu rücken. Darüber hinaus profitieren die Preisträger vom Netzwerk des Wettbewerbs und werden zu exklusiven Veranstaltungen eingeladen. Sie dürfen zudem mit dem Gütesiegel „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ für sich werben und können so leichter neue Kunden, Partner, Sponsoren oder Mitglieder gewinnen. Jeder Preisträger erhält eine vom Bundespräsidenten unterzeichnete Urkunde. Erstmals können sich Preisträger im Rahmen des Programms „Made for Good“ der Deutschen Bank von Experten beraten und in Workshops coachen lassen – etwa zu den Themen Crowdfunding und Crowdinvesting, möglichen Mentorenprogrammen oder zur Öffentlichkeitsarbeit.

Zum Wettbewerb

„Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den BDI. Die Deutsche Bank ist seit 2006 Partner und Förderer des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“. Ziel ist es, Innovationen aus Deutschland im In-und Ausland sichtbar zu machen und die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit des Standorts zu stärken.

5. Konsortialtreffen

Am 28.04.2017 fand das 5. Konsortialtreffen bei TriCAT in Ulm statt. Es wurden die aktuellen Tätigkeiten und Ergebnisse in den Arbeitspaketen vorgestellt und diskutiert. Das Hauptthema der Diskussion war die didaktische Konzeption von spielimmanenten Tutorials und Game-Inhalten, welche an die Diskussion und die Ergebnisse des Arbeitstreffens zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und Fraunhofer Institut IESE vom 21.04.2017 anknüpfte.

Die Zusammenkunft in Ulm wurde genutzt, um zum einen den spielerischen Serious Game VR-Prototyp zu präsentieren, der im Rahmen des EPICSAVE Projekts von Studenten des Institute for Visual Computing der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg entwickelt wurde und zum anderen, um die aktuelle Iteration des TriCAT-Prototyps zu begutachten.

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Es wurde beschlossen, zukünftige Prototyp-Iterationen mit Usability-Tests durch Studenten und Mitarbeiter der Hochschule Hannover zu evaluieren. Als Termin für das nächste Konsortialmeeting wurde der 23.11.2017 gewählt, der an das zweite geplante Beiratstreffen am 22.11.2017 anknüpft.

Hochschule Hannover als neuer Konsortialpartner

Seit dem 01.04.2017 unterstützt die Hochschule Hannover, Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik mit der Abteilung Informatik,  das EPICSAVE-Konsortium. In Verbindung mit dem interdisziplinären Studiengang Mediendesigninformatik und in Zusammenarbeit mit der Fakultät III – Medien, Information und Design wird die kreative Seite der Entwicklungsforschung im Projekt EPICSAVE verstärkt. EPICSAVE-Projektleiter Dr. Jonas Schild wurde am 01.01.2017 auf eine Professur an der Hochschule Hannover berufen und baut eine Forschungsgruppe zu den Themengebieten Mediendesigninformatik, Serious Game Development, Virtual Reality und Mobile Computing auf. Dadurch ergibt sich eine neue Aufteilung der Projektarbeit:

Die Konsortialleitung sowie das Projektmanagement übernimmt weiterhin die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Die medientechnische Konzeption, insbesondere das Game Design und dessen fortlaufende Evaluierung des von TriCAT zu entwickelnden zweiten Prototyps und dessen Unterstützung bei der Produktion und Integration, gehören zum Aufgabenspektrum der Hochschule Hannover.

Teilnahme am DINK 2017

Der DINK (Deutscher interdisziplinärer Notfallmedizin Kongress) gilt als einer der Leitkongresse für die prä- und innerklinische Notfallmedizin. Er wird von einer Vielzahl entsprechender, medizinischer Fachgesellschaften organisiert und fand am 09. und 10.03.2017 in Koblenz statt. Der Kongress wurde von über 1000 Teilnehmern aus den unterschiedlichsten Bereichen der Notfallmedizin und des Rettungsdienstwesens besucht.

Das Projekt EPICSAVE war mit einer Posterpräsentation auf diesem nationalen Kongress vertreten. Bei dieser Präsentation haben Johannes Pranghofer vom Malteser Bildungszentrum in Wetzlar und Dieter Lerner vom Fraunhofer IESE den aktuellen Entwicklungsstand des Projektes vorgestellt. Mit den Teilnehmern der Posterausstellung wurden insbesondere die didaktischen Potentiale von Virtual Reality-Lernumgebungen und Serious Games für die praktische Bildungsarbeit diskutiert.

Nur wenige Beiträge auf diesem Kongress thematisierten bildungsbezogene Arbeiten. Die Posterpräsentation bot deshalb eine gute Möglichkeit, ein innovatives Bildungskonzept den Kongressteilnehmern aus der Notfallmedizin und dem Rettungsdienstwesen vorzustellen.

Teilnahme an eQualification-Tagung 2017

Am 20.02.2017 und 21.02.2017 fand die Fachtagung „eQualification 2017“ in Berlin statt. Es trafen sich die Vertreterinnen und Vertreter der durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekte aus dem Förderprogramm „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“, um die aktuellen Projektstatus vorzustellen und etwaige Projektergebnisse zu diskutieren. Das Projekt EPICSAVE brachte sich mit aktuellen Einblicken und Diskussionen in den Programmpunkt „sprechen – zeigen – social!“ ein.

Teilnahme an den WATN 2017

Die alljährlich Anfang Februar (12.02.2017 – 13.02.2017) in Kiel, dieses Jahr bereits zum 13. Mal ausgerichteten, WATN richten sich an Ärzte, die auf dem Gebiet der außer- und innerklinischen Notfallmedizin wissenschaftlich tätig sind und auf der Veranstaltung aktuelle Forschungsergebnisse, incl. „work in progress“, intensiv diskutieren. Es nahmen ca. 80 Vertreter von Universitätskliniken, großen akademischen Lehrkrankenhäusern und Forschungsinstituten teil.

Das Vortragsformat umfasst freie Vorträge von 8 Minuten Dauer mit anschließender 4-minütiger Diskussion. Der von Dr. Thomas Luiz, Fraunhofer IESE, vorgetragene Bericht über „ EPICSAVE“ mit dem Titel „Das Projekt EPICSAVE: Serious games und virtuelle Welten in der Ausbildung von Notfallsanitätern- ein erster Zwischenbericht“ stieß bei den Zuhörern auf reges Interesse. In einer kurzen informellen Umfrage unter den Teilnehmern zeigte sich, dass digitale Medien in den Institutionen der Teilnehmer am ehesten in Form von multimedialen Präsentationen bei Vorträgen und Seminaren, z. T. auch im Rahmen von („klassischem“) E-learning, eingesetzt werden. Mit Serious games und/oder Virtual reality-Umgebungen hatten bislang lediglich Teilnehmer aus zwei der teilnehmenden Institutionen schon konkrete Erfahrungen im beruflichen Umfeld gesammelt, jeweils im Rahmen öffentlich geförderter Projekte. Besonderes Interesse an EPICSAVE zeigten die Notfallmediziner des Bundeswehrkrankenhauses in Ulm/Donau, da in der Bundeswehr derzeit ein Serious Games-Projekt im Bereich der Ersthelferausbildung realisiert wird. Für Juli 2017 wurde ein intensiver Erfahrungsaustausch inkl. einer Demo von EPICSAVE im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm vereinbart.

1. Beiratstreffen und 4. Konsortialtreffen

Das neue Jahr begann für das EPICSAVE-Projekt mit dem ersten Treffen zwischen Beirats- und Konsortialmitgliedern am 19.01.2017 an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin.

Das 1. Beiratstreffen war der Startschuss in eine konstruktive Zusammenarbeit zur Optimierung der übergeordneten Praktikabilität, zur Erweiterbarkeit zu anderen Medizin- und Pflegeausbildungsberufen und zur Entwicklung weiterer Schnittstellen zur Veröffentlichung und Verbreitung der Projektinhalte. Im Fokus stand der Austausch der unterschiedlichen Perspektiven und Erwartungen die einerseits innerhalb der verschiedenen Partner des Konsortiums und zweitens auch innerhalb des Beirats existieren. Zweitens gab es die Möglichkeit aktuelle VR-Hardware und -Anwendungen selbst auszuprobieren; auch ein aktueller Projektprotoyp mit Mehrbenutzer-Szenario konnte von den Teilnehmern getestet werden. Somit wurde EPICSAVE für alle Beteiligten zu einem greifbaren und interdisziplinären Erlebnis. Die Resonanz war entsprechend positiv und die Erwartungen hinsichtlich der Fertigstellung des 1. Prototyps sind geschürt.

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Im Anschluss am Nachmittag sowie am folgenden Freitag, dem 20.01.2017, fand das 4. Konsortialtreffen ebenfalls an der Hochschule statt. Neben der Auswertung des Beiratstreffens, war die Besprechung der Tätigkeiten aus den Arbeitspaketen und die Planung für 2017 der wesentliche Inhalt des Treffens. Vor allem der zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und TriCAT vereinbarte agile Entwicklungsprozesses wurde im Detail mit den restlichen Konsortialpartnern besprochen und abgestimmt. In diesem Zusammenhang wurde mit den Bildungspartnern auch auf Grundlage des didaktischen und medientechnischen Konzepts, das als Grundlage für den Entwicklungsprozess in Arbeitstreffen zwischen dem Fraunhofer Institut IESE, TriCAT und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ausgearbeitet wurde, der Evaluierungsprozess im Sommer und Herbst 2017 besprochen.

Arbeitstreffen zur didaktischen und medientechnischen Konzeption

Im Dezember wurde das didaktische und medientechnische Konzept für den ersten Prototypen in zwei bilateralem Arbeitstreffen ausgearbeitet.

Zunächst wurde das didaktische Konzept in einem Treffen zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Fraunhofer Institut IESE im Hinblick auf technische Machbarkeit überarbeitet. Dazu musste vor allem die zu realisierenden Funktionen priorisiert und für die Entwicklung des ersten Prototypen aufgearbeitet werden. Maßgeblich hierfür sind Bewertungen von Seiten der Ausbildungspartner Malteser Hilfsdienste und der Akademie für Notfallmedizin Hamburg zur Relevanz von bestimmten Symptomen, derer Ausprägungen, möglichen Handlungsverläufen, zu benutzenden Gerätschaften und Patientenszenarien. Die folgenden Lernziele stehen dabei im Fokus:

  1. Erstbeurteilung inkl. Einteilung in Schweregrad (1, 2, 3)
  2. Festlegung auf geeignete therapeutische Maßnahmen

Das ausgearbeitete Konzept wurde anschließend in einem weiteren Treffen zwischen der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der TriCAT GmbH überarbeitet und basierend auf den langjährigen Erfahrungen aus der Entwicklung von Trainingssimulationen bei TriCAT angepasst. Zweitens wurde an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ein Empfehlungskatalog zur Usability-Optimierung von Virtual Reality Anwendungen erstellt. Dieser Katalog untersucht aktuelle Effekte und Erkenntnisse, insb. von digitalen Spielen. Zusammen mit diesem Katalog dient das fertige Konzept als Entwicklungsgrundlage für TriCAT und wird ab Januar 2017 in einem agilen Entwicklungsprozess umgesetzt.

Die finale Version des ersten Prototyps, auf dessen Grundlage die erste Evaluation bei den Bildungspartnern durchgeführt wird, soll voraussichtlich im September 2017 fertiggestellt sein um im Oktober 2017 evaluiert zu werden.

Teilnahme am InSiM 2016

Das Interdisziplinäre Symposium zur Simulation in der Medizin (InSiM) fand vom 13. bis 15. Oktober in Dresden statt. Hauptanliegen des Symposiums ist eine breitere Anwendung von Simulation in der Medizin und die Erhöhung der Patientensicherheit.

Das EPICSAVE-Projekt war mit 3 Beiträgen vertreten: Dem Vortrag von Dr. Thomas Luiz und Dr. Jonas Schild „Vorstellung des aktuellen Entwicklungsstands des Projektes EPICSAVE zur Entwicklung, Implementierung und Erprobung digitaler Medien in der Ausbildung von Notfallsanitätern“, einem Poster zum didaktischen Konzept und einem Poster zum medientechnischen Konzept.

Die Resonanz auf die Beiträge war sehr positiv und interessante Vernetzungsmöglichkeiten, unter anderem mit dem NotSan-Projekt der Bundeswehr, konnten im Rahmen des Symposiums erfolgreich genutzt werden. Die Simulation in der Medizin und somit auch die Verbindung aus Virtual Reality und Serious Game birgt Potential nicht nur in Aus- und Weiterbildung sondern auch um Kommunikationsstrukturen im medizinischen Personal sowie Informationswege zu optimieren.

3. Konsortialtreffen

Das 3. Konsortialtreffen fand am 22.09.2016 wieder am Institut für Visual Computing der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin statt.

Die wichtigsten besprochenen Punkte waren der Abschluss der ersten Projektphase und das Erreichen des ersten Meilensteins, der vor allem die Verortung der Evaluierung im Curriculum der Bildungspartner festlegt. Weitere Themen waren unter anderen die vom Fraunhofer IESE erarbeiteten Lernziele sowie der Beginn der Prä-Produktion bei TriCAT.

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